Amniocentese (Fruchtwasserpunktion)

Die Amniozentese ermöglicht die Untersuchung der kindlichen Chromosomen aus Zellen, die sich im Fruchtwasser befinden. Die Chromosomen der Zellen im Fruchtwasser entsprechen den kindlichen Chromosomen.

Im Anschluß an die Punktion kann der kindliche Karyotyp (Chromosomensatz) aus der entnommenen Probe  im humangenetischen Labor auf vielfältige Weise untersucht und eine Chromosomenstörung ausgeschlossen werden.

Wie wird die Amniozentese durchgeführt?

Mit einer dünnen Nadel wird ein kleines Volumen vom Fruchtwasser (etwa 15 ml) aus der Gebärmutter entnommen. Die gesamte Nadel wird während des Vorgangs mit Ultraschall dargestellt, daher kann eine Verletzung des Kindes nahezu ausgeschlossen werden.

Die Flüssigkeit entspricht unter anderem fetalem Urin. Das entnommene Volumen ist daher nach wenigen Stunden durch die fetale Ausscheidung wieder ausgeglichen.

Der Eingriff dauert etwa 30-45 Sekunden und ist kaum mit Schmerzen verbunden. Im Anschluß überprüfen wir den fetalen Herzschlag .

Was erwartet Sie nach der Amniozentese ?

Für die ersten paar Tage nach der Punktion können in wenigen Fällen moderate Bauchbeschwerden auftreten. Sie können im Bedarfsfall einfache Schmerzmittel wie Paracetamol einnehmen.

Sollten jedoch erhebliche Schmerzen, Blutungen, Flüssigkeitsverlust aus der Scheide oder Fieber auftreten empfehlen wir kurzfristig einen Arzt zu kontaktieren.

Wenn Sie unsicher sind, können Sie sich von uns über eine der Ihnen nach der Punktion mitgeteilten Mobilfunknummern beraten lassen.

Wann kann ich mit den Ergebnissen rechnen?

Die Ergebnisse für das Down-Syndrom und andere schwere Chromosomenstörungen können auf Wunsch bereits am Folgetag nach der Punktion vorliegen. Die Ergebnisse für seltene Defekte sowie der Langzeitbefund aller Chromosomen benötigen etwa 2 Wochen. Die Mitteilung der Ergebnisse erfolgt im Regelfall über die angeschlossene Praxis für Humangenetik Dr. Schulze und Frau Dr. Javaher  www.humangenetik-hannover.de.   

Was sind die Risiken einer Amniozentese ?

Das Risiko einer Fehlgeburt durch Amniozentese liegt bei 0,1 % und ähnelt dem Risiko einer Chorionzottenbiopsie. Sollte die Amniocentese eine Fehlgeburt auslösen, passiert dies innerhalb von 3-5 Tagen nach der Punktion.

Studien haben gezeigt, dass eine vor der vollendeten 15. SSW durchgeführte Amniozentese  a) das Risiko für eine Fehlgeburt und b) das Risiko für die Entwicklung von Klumpfüßchen erhöht. Um dies zu vermeiden führen wir nie Fruchtwasseruntersuchungen vor dem genannten Zeitraum durch.

Wünschen Sie einen Termin ? 0511/663064